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E-Rechnung6 min read

XRechnung und ZUGFeRD 2025: Was Steuerberater jetzt wissen müssen

Was sich seit Januar 2025 bei elektronischen Rechnungen geändert hat, was XRechnung und ZUGFeRD in der Praxis bedeuten und wie Kanzleien sich darauf einstellen sollten.

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Seit Januar 2025 ist das Thema elektronische Rechnung endgültig aus der Kategorie “später mal” herausgefallen. Für viele Steuerberater war es vorher schon relevant. Seitdem ist es operativ. Mandanten fragen nach XRechnung. Softwarehäuser schreiben über ZUGFeRD. Und Kanzleien müssen plötzlich erklären, was davon Pflicht, was Übergangsphase und was praktisch wichtig ist.

Das eigentliche Problem ist nicht, dass die Formate kompliziert wären. Das Problem ist, dass viele Unternehmen und auch viele Berater zwischen gesetzlichen Begriffen, Dateiformaten und Alltagsworkflow unterscheiden müssen, ohne dafür besonders viel Zeit zu haben.

Dieser Beitrag erklärt die Lage in klarer Sprache: was sich 2025 geändert hat, was XRechnung ist, was ZUGFeRD ist, welche Mandanten jetzt betroffen sind und was Kanzleien kurzfristig tatsächlich tun sollten.

Was sich im Januar 2025 geändert hat

Die Richtung ist eindeutig: elektronische Rechnungen werden in Deutschland schrittweise zum Standard. Seit Anfang 2025 ist für viele Unternehmen nicht mehr die Frage, ob sie sich damit befassen müssen, sondern wie schnell sie ihre Prozesse anpassen.

Für Steuerberater bedeutet das vor allem drei Dinge:

  1. Mandanten werden mehr strukturierte Rechnungsformate sehen.
  2. Eingangsrechnungsprozesse müssen nicht nur lesbar, sondern zunehmend maschinenverarbeitbar sein.
  3. Die bisher übliche Gewohnheit “PDF reicht schon” wird über Zeit an Grenzen stoßen.

Wichtig ist dabei: Viele Mandanten verstehen unter “E-Rechnung” einfach eine PDF per E-Mail. Technisch ist das zu kurz gegriffen. Genau hier entsteht Beratungsbedarf.

Was eine XRechnung eigentlich ist

XRechnung ist kein hübsches PDF. Es ist ein strukturiertes XML-Format. Der entscheidende Punkt ist: Die Rechnungsdaten stehen nicht nur sichtbar auf dem Dokument, sondern liegen in maschinenlesbarer Form vor.

Das ist aus Sicht von Verwaltung und Verarbeitung logisch. Ein System muss nicht mehr “raten”, wo Betrag, Rechnungsdatum oder USt. stehen. Diese Informationen sind bereits strukturiert vorhanden.

Für Steuerberater ist die wichtigste Übersetzung in den Alltag:

  • Eine XRechnung ist in erster Linie Datenstruktur, nicht Layout.
  • Ein Mensch kann sie oft nicht so angenehm lesen wie eine normale PDF.
  • Ein System kann sie dafür sehr viel präziser weiterverarbeiten.

Wer Mandanten betreut, die öffentliche Auftraggeber bedienen oder an stärker formalisierten Beschaffungsprozessen hängen, sollte das Thema inzwischen proaktiv ansprechen.

Was ZUGFeRD ist

ZUGFeRD ist für viele Unternehmen leichter zugänglich, weil es eine Brücke zwischen Mensch und Maschine baut. Typischerweise besteht eine ZUGFeRD-Rechnung aus einem PDF, das normal lesbar bleibt, aber zusätzlich strukturierte Rechnungsdaten eingebettet enthält.

Das macht ZUGFeRD in der Praxis oft sympathischer. Der Empfänger sieht weiterhin ein vertrautes Dokument. Gleichzeitig können Systeme auf die strukturierten Daten zugreifen.

Deshalb ist ZUGFeRD für viele mittelständische Mandanten ein naheliegender Einstieg. Es fühlt sich weniger radikal an als ein “nur XML”-Format, erfüllt aber denselben Grundgedanken: Rechnungen sollen nicht mehr nur visuell, sondern auch systemisch verarbeitet werden.

Welche Mandanten besonders betroffen sind

Nicht jede Kanzlei wird morgen dieselbe Welle spüren. Aber bestimmte Gruppen stehen klar früher unter Druck:

  • Mandanten mit öffentlichen Auftraggebern
  • Unternehmen mit formalisierten Einkaufsprozessen
  • Mandanten, die hohe Rechnungsvolumina verarbeiten
  • Gruppen mit mehreren Gesellschaften und wiederkehrenden Eingangsrechnungen
  • Unternehmen, die internationale oder plattformgetriebene Rechnungsflüsse haben

Für kleinere Betriebe wirkt das Thema manchmal noch abstrakt. Für Kanzleien ist es trotzdem relevant, weil die Nachfrage meist nicht gleichmäßig kommt. Sie kommt stoßweise. Erst ein Mandant. Dann drei. Dann plötzlich zehn.

Was Sie jetzt konkret tun sollten

Die beste Reaktion ist nicht Panik und auch nicht Abwarten. Es ist ein sauberer Zwischenstand. Ich würde Steuerberatern im Moment diese fünf Schritte empfehlen:

1. Mandantenbestand segmentieren

Welche Mandanten empfangen heute schon strukturierte Rechnungen? Welche werden 2025 oder 2026 wahrscheinlich zuerst betroffen sein? Wer arbeitet mit öffentlichen Stellen? Wer hat bereits moderne Beschaffungssysteme?

Nicht jeder Mandant braucht denselben nächsten Schritt.

2. Eingangsprozesse unterscheiden

Trennen Sie sauber zwischen:

  • PDF- und Bildrechnungen
  • ZUGFeRD-Rechnungen
  • XRechnung/XML

Wenn alles in denselben manuellen Workflow fällt, entsteht unnötige Reibung.

3. Klären, wo Archivierung und Verarbeitung liegen

Gerade bei GoBD-Fragen ist wichtig, dass Mandanten und Kanzlei nicht alles in einen Topf werfen. Extraktion, Weiterverarbeitung und revisionssichere Aufbewahrung sind nicht automatisch dieselbe Systemfunktion.

4. Den DATEV-Pfad sauber halten

Auch wenn die Rechnung strukturiert ankommt, bleibt die Übergabe in den Buchungsprozess entscheidend. Wer später in DATEV importiert, sollte auf saubere Buchungsstapel, korrekte Feldformate und eindeutige Prüfpfade achten. Dazu passt auch der Beitrag über Buchungsstapel-Fehler.

5. Nicht jedes Tool für alles benutzen

Viele Kanzleien brauchen nicht sofort eine komplette Plattformumstellung. Häufig ist der sinnvollere Zwischenschritt, die Extraktion und Aufbereitung sauber zu lösen, ohne das ganze DMS- oder FiBu-Setup neu zu erfinden.

Wie ZeroPaste heute in dieses Bild passt

Hier ist die ehrliche Einordnung: ZeroPaste verarbeitet heute primär PDF- und Bildrechnungen. Das ist bewusst eng gefasst. Es ist ein Extraktions- und Exportwerkzeug, kein umfassendes E-Rechnungsarchiv und kein Dokumentenmanagement-System.

Das heißt aber nicht, dass das Thema XRechnung und ZUGFeRD an ZeroPaste vorbeigeht. Im Gegenteil. Viele Kanzleien werden über längere Zeit Mischbestände haben:

  • klassische PDFs
  • fotografierte Belege
  • weitergeleitete E-Mail-Anhänge
  • ZUGFeRD-PDFs
  • strukturierte XML-Rechnungen

Gerade in dieser Übergangsphase ist ein sauberer Extraktionsworkflow für die “noch nicht perfekt strukturierten” Eingangskanäle wertvoll. ZeroPaste übernimmt heute genau diese Schicht: Rechnungen weiterleiten oder hochladen, Felder prüfen, nach CSV, XLSX oder DATEV exportieren, fertig.

Native XRechnung-XML-Verarbeitung ist auf der Roadmap. Ich würde das aber nicht schöner darstellen, als es ist: Wer heute schon einen reinen XML-Prozess braucht, sollte das als gesonderte Anforderung betrachten. Wer heute vor allem noch mit PDFs, Anhängen und Mischformaten kämpft, hat schon jetzt ein reales Problem, das gelöst werden kann.

Die praktische Schlussfolgerung

2025 ist das Jahr, in dem elektronische Rechnungen für Steuerberater von einem Zukunftsthema zu einem Betriebsrealitätsthema werden. Nicht jede Kanzlei muss sofort alles umbauen. Aber jede Kanzlei sollte jetzt wissen:

  • welche Mandanten zuerst betroffen sind
  • welche Formate im Alltag auftauchen
  • wo der Unterschied zwischen PDF, ZUGFeRD und XRechnung liegt
  • wie der Weg in DATEV sauber bleibt

Wer das klar trennt, berät ruhiger, wählt bessere Werkzeuge und vermeidet hektische Umstellungen unter Zeitdruck.

Wenn Sie zuerst den PDF- und Mischformat-Teil Ihres Workflows sauber machen wollen, schauen Sie sich ZeroPaste für Steuerberater an oder testen Sie direkt, wie der DATEV-Export in der Praxis aussieht.

FAQ

Müssen Steuerberater jetzt sofort auf XRechnung umstellen?

Nicht pauschal. Aber sie müssen Mandanten auf die Umstellung vorbereiten und ihre Eingangsprozesse nach Formatarten differenzieren.

Reicht eine PDF-Rechnung künftig noch aus?

Für viele Anwendungsfälle kurzfristig noch ja, langfristig aber nicht immer. Genau deshalb sollten Kanzleien jetzt zwischen sichtbarer PDF und strukturierter E-Rechnung unterscheiden lernen.

Ist ZUGFeRD leichter als XRechnung?

Für viele Unternehmen ja, weil ZUGFeRD ein lesbares PDF mit strukturierten Daten kombiniert. Operativ ist das oft zugänglicher.

Ersetzt ZeroPaste ein DMS oder DATEV?

Nein. ZeroPaste ersetzt weder DATEV noch ein Archivsystem. Es hilft bei Extraktion, Prüfung und Export von Rechnungsdaten in einem EU-gehosteten Workflow.

ZeroPaste testen — EU-Server, DSGVO-konform, DATEV-Export inklusive: https://zeropaste.io/sign-up

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